Im Juli dieses Jahres hat Microsoft sein neues Lizenz-Modell für On-Premises-Server (Server innerhalb der unternehmenseigenen Infrastruktur) bekannt gegeben und folgt damit einem Trend in der Software-Branche: Statt dem Einmalkauf einer Exchange-Lizenz ist der leistungsstarke Kommunikationsserver zukünftig nur noch im Abonnement unter dem Namen „Microsoft Exchange Server SE“ (Subscription Edition) verfügbar. Für die volle Funktionalität und Zugriff auf Updates ist zusätzlich eine aktive Software Assurance für die Serverlizenz sowie die benötigten Benutzerlizenzen (CALs) erforderlich.
Im Gegensatz zum bisherigen Produktzyklus, in welchem es aller paar Jahre eine große Hauptversion gab – etwa Exchange 2016 und Exchange 2019 – unterliegt Exchange SE der „Modern Lifecycle Policy“ von Microsoft. In dieser gibt es keine großen Hauptversionen mehr, sondern das Softwareprodukt wir kontinuierlich weiterentwickelt und mit kumulativen Updates in kürzeren Intervallen als bisher mit Fehlerbehebungen aber auch Funktionserweiterungen versorgt.
Aber was bedeutet das konkret für Sie?
Wir haben mal drei Szenarien zusammengetragen.
Szenario 1:
Sie haben noch gar keinen Exchange Server aber planen die Anschaffung
In diesem Fall ist die Entscheidung natürlich klar: Der Microsoft Exchange Server SE ist das Produkt mit dem Sie sicher in eine kommunikative Zukunft starten können. Erwerben Sie jetzt auf keinen Fall mehr (eventuell günstig angebotene) Exchange Server 2019 Lizenzen!
Szenario 2:
Sie nutzen Microsoft Exchange 2019 oder 2016
Da sowohl die 2016er- als auch 2019er-Version im Oktober 2025 ihren End-Of-Life erreicht haben und somit nicht mehr mit Updates versorgt werden, sollten Sie sich Gedanken über einen Umstieg auf Exchange SE machen. Dabei ist keine Panik nötig. Beide Versionen werden auch weiterhin wie gewohnt ihren Dienst verrichten aber ohne Updates stellen Sie mittelfristig ein Sicherheitsrisiko in Ihrem Unternehmen da. Und da es bekanntlich besser ist zu agieren als zu reagieren, empfehlen wir Ihnen das Thema nicht auf die allzu lange Bank zu schieben.
Sofern Sie Microsoft Exchange 2019 im Einsatz haben, ist (unter bestimmten Voraussetzungen) ein In-Place-Update möglich, wodurch sowohl die Ausfallzeit als auch der Migrationsaufwand reduziert wird.
Für Microsoft Exchange 2016 ist hingegen leider kein In-Place-Update möglich. Hier muss ein zusätzlicher Server Ihrem Netzwerk hinzugefügt, Postfächer und Ressourcen auf diesen migriert werden.
Szenario 3:
Sie nutzen Microsoft Exchange in einer Version älter als 2016
In diesem Fall wird es höchste Zeit auf die aktuelle Exchange Version umzustellen! Microsoft Server 2013 hat sein End-Of-Life beispielsweise bereits im April 2023 erreicht, frühere Exchange Versionen entsprechend eher. Wir raten daher ausdrücklich vom Weiterbetrieb derartiger Server ab.
Wir sind für Sie da
In allen drei Szenarien können wir natürlich helfen, ebenso wenn Ihnen die eingangs angesprochenen Begriffe wie „Software Assurance“ oder „CLA“ Kopfschmerzen bereiten und Sie noch keine Vorstellung haben, was hierdurch zukünftig an Kosten auf Sie zukommt. Sprechen Sie uns gern an und wir finden gemeinsamen einen Weg zu einer zukunftssicheren und verlässlichen Exchange-Lösung.
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